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Dirndlschürzen – mehr als ein modisches Accessoire

Früher, als Trachten zur Feld- und Hausarbeit getragen wurden, hatte die Schürze die Funktion, das Unterkleid vor Verschmutzung zu schützen. Auch bei den modernen Damentrachten reicht sie deshalb immer noch bis kurz über den Rocksaum. Zum traditionellen Trachtenkleid trägt man daher eine Dirndlschürze in lang, zum frechen Mini-Dirndl hingegen ein Modell in passend kurzer Länge. Die schützende Funktion ist heute zweitrangig, auch sind Dirndlschürzen viel mehr als nur ein modisches Accessoire. Sie tragen stattdessen wesentlich zur Wirkung des Trachtenoutfits bei. Dirndlschürzen können Farbakzente setzen sowie mit Mustern und Stickereien für einen Eyecatcher sorgen. Durch sie lässt sich aber auch sehr einfach der Stil eines Dirndls verändern: Beispielsweise ist ein einfaches schwarzes Unterkleid mit einer gestreiften Baumwollschürze schlicht und alltagstauglich. Mit einer Schürze aus
besticktem Satin sieht es hingegen festlich-elegant aus. Damit Dirndlschürzen ihre Wirkung entfalten können, sollte man sie richtig binden. Hierbei ist die Schleife entscheidend, deren Schlaufen gleich groß sein sollten. Am schönsten ist eine kleine, knuffige Dirndl-Schleife, bei
der die Schleifenbänder lang nach unten fallen. Nachdem Sie die Schürze gebunden haben, ziehen Sie die Schlaufen noch etwas auseinander, damit die Schleife mehr Volumen bekommt.

Die Bedeutung der Dirndl-Schleife

Speziell für die Buam sind Dirndlschürzen aber nicht nur modisch gesehen ein Hingucker. Wer auf der Wiesn beim Anbandeln mit den Madln auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich die Dirndl-Schleife ganz genau ansehen. Sie verrät nämlich den Beziehungsstatus der Trägerin und gibt einen Hinweis, ob Einladungen zu einer Maß Bier oder einer Riesenradfahrt erwünscht sind. Hat das Madl die Schleife links an der Schürze gebunden, zeigt das, dass sie Single ist. Eine rechts gebundene Schleife drückt hingegen aus, dass die Trägerin verheiratet ist. Sitzt die
Schleife mittig, ist das ein Zeichen für Unentschlossenheit oder für Jungfräulichkeit. Verwitwete Frauen und Wirtshaus-Bedienungen tragen die Schleife hinten.

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